Das Kloster
Das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch war eines der wichtigsten geistlichen, kulturellen und politischen Zentren des Frankenreichs. Das heute prominenteste Gebäude ist die um 900 errichtete karolingische Königshalle. Sie gilt als einer der best-erhaltenen
Bauten der Karolingerzeit in Deutschland. Erhalten geblieben sind außerdem ein Fragment der Klosterkirche, die Zehntscheune sowie die Klostermauer. Die Grundrisse
einiger der früheren Gebäude sind durch Abdrücke auf der Rasenfläche kenntlich gemacht, sodass man sich eine Vorstellung der einstigen Anlage machen kann. Das Museumszentrum informiert über die wechselvolle Geschichte des Klosters.
Empfehlenswert sind die von der Deutschen UNESCO Kommission ausgezeichneten museumspädagogischen Workshops: Nach einer Führung erproben die Teilnehmer*innen, wie man z. B. mit Gänsekiel schreibt, Arzneimittel wie im Mittelalter herstellt, Zinn gießt oder mittelalterliche Bodenfliesen prägt.
Interessant ist auch das experimental-archäologische „Freilichtlabor Lauresham“, wo man erfährt, wie es sich wahrscheinlich auf einem karolingischen Herrenhof lebte. Ein Besuch des Schaudepots Zehntscheune rundet die Zeitreise ab: Bauskulptur- und Grabungsfunde zeugen von der einstigen Macht und dem Reichtum des Klosters.
Weitere Informationen
Einfach ankommen
Ab Bahnhof Lorsch zum Kloster/Museumszentrum ca. 10 Minuten Fußweg.